Konflikte zwischen inhaltlicher Autonomie und wirtschaftlicher Steuerung sind im Museum strukturell angelegt. Entscheidend ist nicht die Organisationsform, sondern wie Führung mit diesen Spannungen umgeht – ob sie blockieren oder produktiv wirken.

Museen verlieren als Arbeitgeber an Attraktivität. Geringe Bezahlung, befristete Verträge und fehlende Perspektiven erschweren die Nachwuchsgewinnung. Programme wie Young-Professional-Stellen und wissenschaftliche Volontariate zeigen, wie strukturierte Ausbildung, Mentoring und Jobrotation nicht nur Talente binden, sondern auch die Organisationen selbst stärken.

In Tirol und Vorarlberg sind neue Servicestellen für Museen entstanden, die Vernetzung, Austausch und Professionalisierung gezielt fördern. Sie unterstützen Museen aller Größen und Trägerschaften, stärken kollegiales Lernen und schaffen neue Perspektiven für Zusammenarbeit, Sichtbarkeit und nachhaltige Entwicklung der regionalen Museumslandschaften.

Mit der Renovierung des Burgenländischen Landesmuseums verbindet Margit Fröhlich eine grundlegende Neuausrichtung: weg vom reinen Ausstellungsort, hin zu einem offenen, partizipativen Museum als sozialem Raum. Das Gespräch gibt Einblick in Vision, Herausforderungen und den Anspruch, Geschichte, Gegenwart und Vielfalt des Burgenlands neu erfahrbar zu machen.

Hanno Loewy geht nach über 20 Jahren als Direktor des Jüdischen Museums Hohenems Ende März 2026 in Pension. Niko Wahl, freier Kurator und Historiker, Wien, spricht mit Hanno Loewy über Abschied und Übergabe, über Museen als Orte der Irritation – und über Erinnerungspolitik zwischen Geschichte, Migration und Gegenwart.