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  • Call for Paper
    Datum
    31.07.2018
    Titel
    DAS KUNSTMUSEUM IM DIGITALEN ZEITALTER
    Institution
    Konferenz, Österreichische Galerie Belvedere, 10.-11. Jänner 2019, Wien
     

    Grundlage innovativer, zukunftsorientierter Museumsarbeit ist eine kontinuierliche Reflexion der institutionellen Bedingungen und der Befragung der Rolle von Museen im 21. Jahrhundert. Die interdisziplinär ausgerichtete Tagung widmet sich in einer kunsthistorisch und medien-theoretischen Debatte den systemischen, durch den allseitigen Einzug des Digitalen bedingten Veränderungen des Typus Kunstmuseum. Gleichermaßen zu diskutieren sind hierzu Fragen institutioneller sowie publikums- und objektbezogener Variablen.
    Traditionelle Kernbereiche musealer Aufgaben wie das Sammeln, Bewahren, Erforschen, Vermitteln und Ausstellen werden zunehmend von digitalen Erweiterungen durchdrungen. Mediale Transformationen versprechen die Überwindung musealer Mauern und den schwellenlosen Austausch mit einem zunehmend vielfältigen Publikum. Dessen individuelles wie kollektives Erleben eines Kunstmuseums ist ebenso grundlegenden Veränderungen und Anpassungen unterworfen.

    Digitale Werkzeuge, Techniken und Methoden sind aus dem heutigen Museumsalltag nicht mehr wegzudenken. Unter dem Topos der Gegebenheit des Digitalen versammelt unsere zweitägige Veranstaltung Beiträge, die unter Berücksichtigung der historischen Genese des Kunstmuseums vor allem – aber nicht ausschließlich – folgende Themenbereiche und Fragen reflektieren:

    Institution & Strategie
    Wie verändert die Digitalisierung von Kulturgütern historisch gewonnene Identitäten der Museen? Hat das Museum künftig andere beziehungsweise zusätzliche Aufgaben als die traditionellen Kernbereiche? Welche Bedeutung ist digitalen Strategien von Gedächtnisinstitutionen beizumessen? Und: Zielen diese Strategien vielleicht in erster Linie auf den kommerziellen Erfolg? Des Weiteren stellt sich die Frage nach der gesellschaftlichen Rolle des Museums als Akteur im (kultur)politischen Raum. Welche Auswirkungen der Digitalisierung sind für die Bildungsinstitution Museum zu erwarten? Kann sich dieses einen eigenen kritischen Standpunkt erhalten oder ist mit einem zunehmenden Verlust von Selbstbestimmung zu rechnen? Welche Position soll das Museum vertreten und wer bestimmt das?

    Vermittlung & Publikum
    Welche Folgen bedingt der Wandel traditioneller Kulturtechniken für das kuratorische Tätigkeitsfeld? Sind mittlerweile Rückwirkungen digitaler auf analoge Arbeits-, Forschungs- oder Präsentationsweisen zu berücksichtigen? Fungiert die Kuratorin oder der Kurator noch als solitäre beziehungsweise autoritäre Instanz, wenn neue Formen der Mediatisierung einen neuen Besuchertypus (z.B. die Besucherkuratorin/den Besucherkurator) kreieren oder steht uns – provokativ gesprochen – der „Tod der Kuratorin/des Kurators“ ins Haus? In weiterer Folge sollen mögliche Wandlungen in der Ausstellungsgestaltung und Kunstvermittlung im Sinne einer interaktiven Einbindung der Besucherinnen und Besucher näher untersucht werden. Verändern digitale Angebote und die Einbeziehung von Social Media das Verhalten des Museum¬spublikums? Und: In welcher Weise sollten die sich ändernden Erwartungshaltungen des Publikums das realräumliche wie digitale Angebot von Kunstmuseen beeinflussen?
    Insbesondere für die jugendliche Publikumsschicht erweisen sich mediale Räume und Angebote von hoher Relevanz. Um diese Zielgruppe vermehrt anzusprechen und zu gewinnen, erscheint es notwendig, ihrer klaren Forderung nach gesteigerten Partizipationsmöglichkeiten (als Konsument und Produzent) nachzukommen. Insofern ist zu fragen, ob die Erreichbarkeit junger Menschen primär über digitale Kanäle zu steuern sein wird? Erfolgt deren Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk eher mittels medialer Unterhaltung und digitaler Erlebnisse anstelle stiller Kontemplation und kultureller Bildung? Gibt es generationenübergreifende Konzepte für die Ansprache? Wie also stellen sich die Kunstmuseen der Herausforderung einer digital geprägten und medial überforderten Gesellschaft?

    Objekt & Raum
    Sind museologisch längst etablierte Fragen nach Definition und Bedeutung des Exponats als authentisches, originales Objekt und seine Beziehung zum Rezipienten im realen und digitalen Raum vor dem Hintergrund der großen Digitalisierungswellen musealer Sammlungen und den Open Content Strategien neu zu stellen?
    Damit einher geht die Suche nach den Entwicklungslinien, die sich zum Ziel die Erweiterung des musealen Raumes gesetzt haben: Wohin führt die Öffnung der Depots durch Digitalisierungsmaßnahmen, das virtuelle Museum oder die Ausweitung der Sinneswahrnehmung durch die Verschmelzung virtueller und realräumlicher Angebote (virtual/augmented reality)? Was passiert mit den großen Erzählungen? Wenn es stimmt, dass die Raumsequenzen von barocken Palästen die chronologische Erzählung der Moderne bestimmten (Rosalind Krauss), was geschieht daran anknüpfend im digitalen Zeitalter, für welches die Datenbank als symbolische Form definiert wurde (Lev Manovich)?

    Wir freuen uns über Ihre Themenvorschläge aus den Bereichen Museum/Museologie, Kunst- und Kulturgeschichte, Medienwissenschaft und Digital Humanities. Bitte senden Sie Ihre Abstracts für einen 20-25 minütigen Vortrag in Deutsch oder Englisch (max. 250 Wörter), einschließlich einer kurzen Biographie inklusive vollständiger Kontaktinformationen bis 31. Juli 2018 an: j.aufreiter@belvedere.at
    Als Keynote Speaker konnte Prof. Dr. Hubertus Kohle (Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte, LMU München) gewonnen werden.

    Konferenzkomitee: Johanna Aufreiter, Christian Huemer, Ralph Knickmeier, Florian Waitzbauer (Österreichische Galerie Belvedere), Johanna Drucker (UCLA), Hubertus Kohle (LMU München)

    Reise- und Übernachtungskosten können für die Vortragenden in begrenztem Umfang erstattet werden. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.



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  • Call for Paper
    Datum
    13.08.2018
    Titel
    WEM GEHÖRT DAS DEPOT?
    Institution
    3.ICOM CECA Pre-Conference, 10. Oktober 2018, Hall in Tirol
     

    Museumsdepots üben eine eigene Faszination aus. Das Geheime, Versteckte, vielleicht sogar noch Unerforschte erwartet einen dort. Das erklärt zumindest den Andrang auf Depotführungen und -öffnungen. Nirgends sonst kann man die Funktion und Aufgabe eines Museums so gut erklären und deutlich machen wie im Depot. Was wird gesammelt und wie wird es aufgehoben, was wird hervorgeholt und was wird nur verwahrt? Das Depot ist für alle Museumsdisziplinen der Ausgangspunkt, viele Fachdisziplinen arbeiten eng zusammen. Vermittlungsprojekte helfen, diese Faszination mit der Wirklichkeit abzuklären, und können Begeisterung für Sammlungen und Restauration schaffen.
    Hier möchten wir Vermittlungsprojekte vorstellen, in denen abteilungsübergreifende Teams gemeinsam mit Objekten aus dem Depot oder direkt im Depot gearbeitet haben. Haben alle dasselbe Ziel? Was kann voneinander gelernt werden? Und welche Überraschungen gab es in der Publikumsarbeit?

    Kulturvermittlung lebt vom Austausch. Deswegen nutzen wir die ICOM CECA Preconference für Berichte und Netzwerkarbeit. Bei der Generalversammlung des Österreichischen Verbands der KulturvermittlerInnen wird der Vorstand neu gewählt, über die Tätigkeiten 2018 berichtet und die Schwerpunkte 2019 vorgestellt. ICOM CECA Austria berichtet von den nationalen und internationalen Aktivitäten und Fokus der ICOM CECA Community.
    In der offenen Stunde werden Vermittlungsprojekte, Initiativen, Umsetzungen und berufsinterne Engagements vorgestellt.
    ICOM CECA lädt alle KulturvermittlerInnen und InteressentInnen herzlich ein diesen Diskurs aktiv mitzugestalten.

    Euer Beitrag ist gefragt.
    Wir suchen 4 Vermittlungsprojekte, die in abteilungsübergreifenden Teams (Vermittlung + 1) das Depot für das Publikum geöffnet haben.
    Wir sind neugierig auf eure verschiedenen Ideen und Umsetzungen Depots zu vermitteln.
    Dauer je Beitrag 30 Minuten + Diskussion
    Einreichfrist 13. August 2018
    Einsendungen an wencke.maderbacher@yahoo.de Einreichung per Word oder PDF

    • Welche Intention hat die Institution mit diesem Projekt extern und intern?
    • In welcher Weise wird dem Publikum das Depot zugänglich gemacht?
    • Welche Abteilungen sind in die Kooperation involviert und wie hat sich diese Zusammenarbeit gestaltet?
    • Wo liegt das Potential der Vermittlungsinitiative?
    • Auf welche Hindernisse ist das Projektteam dabei gestoßen?
    • Was können andere Vermittlungsteams von eurem Prozess lernen?

    Außerdem suchen wir Einreichungen für die Offene Stunde
    Bei der Offenen Stunde der ICOM CECA Preconference gibt es die Möglichkeit, eure Vermittlungsprojekte kurz vorzustellen.
    Achtung, die Anzahl an Projekten, die wir in einer Stunde vorstellen können, ist begrenzt:

    • Wo liegt das Potenzial der Vermittlungsinitiative?
    • Was können andere Vermittlungsteams von eurem Prozess lernen?

    Einreichfrist 13. August 2018
    Einsendungen an wencke.maderbacher@yahoo.de Einreichung per Word oder PDF



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