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Verhütungsmuseum
Der ewige Menschheitstraum: Fortpflanzung kontrollieren

"Die Urkraft der Fortpflanzung ist für Menschen heute kaum noch richtig fühlbar", sagen die Protagonisten des Museumsvereins "Verhütung und Schwangerschaftsabbruch". "Viele Jahrhunderte lang hat sich die Menschheit bemüht, sie zu kontrollieren. Das scheint jetzt gelungen zu sein. Doch währenddessen ist das Wissen über die Natur der Fortpflanzung weithin verloren gegangen."

Wer weiß noch, wie angstbesetzt die Verhütung vor der Entwicklung der Pille war? Wer erinnert sich an die Kämpfe bis zur Fristenregelung? Wem ist bewusst, welche Methoden sicher und welche natürlich sind? Der Museumsverein "Verhütung und Schwangerschaftsabbruch" will dieses Kapitel der Gynäkologie und Geburtshilfe rechtzeitig dokumentieren, so lange noch Zeugen und Wissen existieren: Instrumente und Behelfe, Modelle, Darstellungen, Erzählungen, Plakate, Informationsschriften. Dazu kommen Interviews mit ÄrztInnen und ApothekerInnen, mit WissenschafterInnen, Kräuterkundigen, Hebammen, "EngelmacherInnen" und Frauen und Männer, die ihre privaten Erlebnisse beisteuern können.

Recherchiert und zusammengetragen wurde die Basis des Museums von zwei engagierten Journalistinnen, die dank unterschiedlicher Erfahrungen ein weites Sammelspektrum ausloten können. In der ersten Phase wurde ein Überblick über mögliche Quellen gewonnen. Exponate und Leihgaben wurden gesammelt und beschrieben.
Als Endziel sollte der Aufbau eines öffentlich zugänglichen Museums, sowie einer Homepage sein, welche jedermann/frau die "Urkraft der Fortpflanzung" und die vielen Versuche des Menschen über diese Naturkraft Herrschaft zu erlangen, vor Augen führen soll.
Dieses ehrgeizige Ziel konnte nun erreicht werden: Das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch öffnete am 16. März 2007 seine Türen.

Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch
Mariahilfer Gürtel 37/ 1. Stock
A-1150 Wien
Mi-So 14-18 Uhr
www.verhuetungsmuseum.at


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