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Museen im 21. Jahrhundert. Ideen, Projekte, Bauten |
| bis 18. Februar 2007 Lentos Kunstmuseum Linz Weltweit entstehen in jüngster Zeit zahlreiche Museumsneubauten. Die Entwürfe international anerkannter Architekten werfen nicht zum ersten Mal die Frage nach der Funktion eines Museums und seinem Erscheinungsbild auf. Das Verhältnis zwischen Architektur und Kunst, die Beziehung zwischen den Gebäuden und den darin gezeigten Werken ist erneut in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt. Die Antworten der Architekten auf die unterschiedlichen Herausforderungen sind ebenso einfallsreich wie vielfältig. Erweiterte Funktionen Die nach wie vor gültige Aufgabe des Museums besteht darin zu sammeln, zu bewahren, zu forschen und zu vermitteln. Museen sind heute aber auch Kommunikationszentren und Treffpunkte, an denen man Neues über sich erfahren kann und Unterhaltung auf hohem Niveau erwartet. Besonders einladende Architektur kann dies unterstützen und althergebrachte Berührungsängste seitens des Publikums abbauen. Museen scheinen die Aufgabe von Wahrzeichen übernommen zu haben, die früher Kathedralen zukam. Sie gelten als kulturelle Identifikationssymbole in einer Gesellschaft, die sich nicht zuletzt durch die fortschreitende Globalisierung in einer Phase der Verunsicherung befindet. Spektakulärste Museumsbauten steigern die Attraktivität der Städte, rücken abseits liegende Orte durch ihre augenfällige Präsenz ins öffentliche Bewußtsein. In 2 Stunden auf 4 Kontinenten in 27 Museen! Das Lentos Kunstmuseum zeigt als einzige österreichische Station einer internationalen Tournee eine Ausstellung zur Museumsarchitektur des 21. Jahrhunderts. 27 Projekte aus vier Kontinenten bieten einen Querschnitt der interessantesten Museumsbauten, die bereits entstanden, entstehen oder geplant sind. Bei den Modellen handelt es sich nicht nur um Kunstmuseen, es werden auch Museen für Automobile gezeigt, wie etwa das Mercedes Benz Museum in Stuttgart. Vorgestellt werden Vorhaben, die durch den Einsatz ihrer individuellen formalen Mittel zu ganz unterschiedlichen Lösungen kommen: So steht der expressiven Formensprache beispielsweise eines Frank O. Gehry oder der Coop Himmelb(l)au die Klarheit und Homogenität der Bauweise von Tadao Ando gegenüber. Zu den ausgewählten Architekten gehören unter anderem Peter Cook/Colin Fournier, Annette Gigon/Mike Guyer, Zaha Hadid, Steven Holl, Kisho Kurokawa, Daniel Libeskind, Jean Nouvel, UN Studio, Anamorphosis Architects, Fumihiko Maki und Renzo Piano. In einer unkonventionellen Präsentation der Caramel Architekten werden Modelle, Pläne und Skizzen ausgestellt. Ergänzend zur Ausstellung wird die Situation der Linzer Museumsprojekte im 21. Jahrhundert gezeigt: Lentos Kunstmuseum, Erweiterung des AEC und Neubau des Südflügels des Linzer Schlosses. Architekturbücher aus der Lentos Bibliothek sowie Filme zu den ausgestellten Projekten und über ArchitektInnen laden zur vertiefenden Information ein. Eine Ausstellung des ART CENTRE BASEL: Suzanne Greub und Thierry Greub (Idee und Konzept), Christine Gisi (Realisation). www.artcentrebasel.com Lentos Kunstmuseum Linz Ernst-Koref-Promenade 1, A-4020 Linz Mi-Mo 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr T +43/ 732/ 7070/ 3600 bzw. 3614 www. lentos.at Siehe dazu auch: Nicole Gesché-Koning: "Wie soll es sein? Wer dient wem? Architektur, Sammlungen, Publikum" in diesem Heft S. 7ff Im nächsten Heft (07/1, März/April 2007) werden wir dieses Projekt unter dem Thema "Museums[Aus/Neu]bauten" genauer beleuchten.
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