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Winterlandschaften Ausgewählte Werke der Malerei des 16. - 20. Jhs. zur kalten Jahreszeit |
| bis 5. Februar 2006, Residenzgalerie Salzburg Die Ausstellung "Winterlandschaften" zeigt Gemälde, die sich v. a. der Beschreibung der Natur- und Milieustudien dieser speziellen Jahreszeit widmen: Die Schwerpunkte bilden dabei die barocke niederländische Malerei, mit der Darstellung von allerlei Vergnügungen auf dem Eis während der so genannten "Kleinen Eiszeit" (zwischen 1550 und 1800) und die Landschaften der Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts mit dem beginnenden Wintertourismus. Die Jahreszeiten Den Auftakt der Ausstellung bildet eine Präsentation von Jahreszeitenbildern. Die Darstellung der vier Jahreszeiten, ein beliebtes Thema der Malerei und des Kunstgewerbes, wurde häufig kombiniert mit den zwölf Monatsbildern, den Tierkreiszeichen, den vier Elementen sowie den Lebensaltern. Der sich stets wiederholende Vegetationszyklus symbolisiert das Werden und Vergehen von Natur und Mensch. Winterlandschaft Das Landschaftsmotiv entwickelte sich aus der Tradition der mittelalterlichen Monatsbilder, die in Stundenbüchern und Kalendern üblich waren, und Personifikationen oder symbolhafte Darstellungen von charakteristischen Tätigkeiten der Saison wiedergaben. Die frühe Landschaftsmalerei differenzierte die Jahreszeiten um den zyklischen Charakter der Natur zu betonen. Niederländische Winterlandschaft Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Landschaftsmalerei, und somit auch an der Winterlandschaft, kommt den Malern der südlichen Niederlande zu. Doch auch hier bleibt sie nicht wirklich autonom. Sie ist durch zahlreiche Staffagefiguren vorwiegend erzählerisch und mit tiefer inhaltlicher Bedeutung aufgeladen. In den nördlichen Niederlanden ist Hendrik Avercamp (1585-1634) der bedeutendste Vertreter des frühen, eigenständigen Winterbildes. Er löst die Darstellung des Winters aus dem traditionellen Verbund der Jahreszeiten. Das Winterbild verliert seine tiefe religiöse Symbolik, weist dafür verstärkt auf die allegorische Beziehung zwischen Mensch und Natur. Die Sezession und der Winter Der Jugendstil strebt nach dekorativer Schönheit. So ist die winterliche Landschaft unter ästhetischem Blick erfasst. Stille und Menschenleere prägen die Winterbilder aus der Sicht der Sezession. Eine realistische Nahsicht auf Wiesen- und Waldstücke und eine Absage an eine plausible einheitliche Perspektive sind Stimulanz und Träger individueller Stimmungen der Landschaftsreflexion. Die Natur, die in den "wuchernden" städtischen Ballungszentren zu verloren gehen drohte, sollte in all ihrer Schönheit wieder in die Kunst zurückgebracht werden. Pflanzenmotive dominieren die ornamentale Gestaltung. Der entlaubte Baum, dessen schwarze Äste über die helle Schneefläche züngeln, wird zu einem beliebten Motiv. Österreichische Moderne Die Abkehr von der Tradition, die "Modernität", erfolgt auch in Österreich unter dem Einfluss neuer internationaler Kunstbestrebungen. Beginnend mit dem Naturalismus fließen - wenn auch in abgeschwächter Form - weitere Reformbewegungen in die heimische Kunst ein: Expressionismus und Neue Sachlichkeit sowie Kubismus, Konstruktivismus und Surrealismus. Wintertourismus Die touristische Erschließung der Alpen für breite Schichten der Bevölkerung nahm eine rasante Entwicklung als wichtige Routen über das Gebirge mit der Eisenbahn, durch Stich- und Transitbahnen, erschlossen wurden. So zog es die Erholung- und Abenteuersuchenden bereits um 1900, nicht nur zur Sommerfrische, sondern auch zum Wintersport in die Alpen. Zu dieser Zeit wurde das Skilaufen zunehmend populärer. Für eine entsprechende Infrastruktur sorgten die ersten Bergsteigervereine. Ab Mitte der 50er Jahre entwickelte sich der Winterfremdenverkehr in den Alpen rapide. WINTERLANDSCHAFTEN Ausgewählte Werke der Malerei des 16. - 20. Jhs. zur kalten Jahreszeit bis 5. Februar 2006 Residenzgalerie Salzburg Residenzplatz 1 A-5020 Salzburg residenzgalerie[@]salzburg.gv.at www.residenzgalerie.at
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