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Das Maß der Zeit Einzigartige Meisterwerke zur Zeitmessung: italienische Uhrmacherkunst vom 15. bis 18. Jh. |
| Castello del Buonconsiglio, Trento bis 6. November 2005 "Die Zeit verhält sich zur Uhr so wie die Intelligenz zum Gehirn: Die Uhr, ob sie nun groß oder klein ist oder aus großen Pendeln oder nur kleinen Uhrenrädchen besteht, enthält in irgendeiner Weise die Zeit. Doch die Zeit lässt sich nicht festhalten ... Sie kann durch herabrieselnden Sand oder kleine Zahnräder gemessen werden: Wir können zwar zusehen, wie die Zeit vergeht, doch unaufhaltsam gleitet sie dahin Von einer Uhr kann man sich erwarten, dass sie das Gleiten der Zeit verfolgt, aber nicht mehr. Und da die Zeit ihren Rhythmus besitzt, so wie das Herz seinen Herzschlag oder das Meer die Gezeiten, können Uhren die Zeit nicht aufhalten. Sie können ihr nur folgen - wenn sie pünktlich gehen." Mit diesen Worten erzählt Dava Sobel die faszinierende Geschichte des Engländers John Harrison, der im 18. Jahrhundert raffinierte Uhren erfand, mit denen das Problem der Längengradmessung für die Schifffahrt gelöst werden sollte. Das Phänomen der Zeit, das seit jeher den Menschen fasziniert und beängstigt, ist das Thema der Ausstellung, die bis 6. November 2005 im Museum Castello del Buonconsiglio zu sehen ist. Gezeigt werden dabei Uhren aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, von den einfachen Weckern, die in den Klöstern zum Einläuten der Gebetsstunden verwendet wurden, bis hin zu den interessantesten und komplexesten Zeitmessern überhaupt. Zum ersten Mal in Italien können an einem einzigen Ausstellungsort die verschiedensten Uhrwerke bestaunt werden, die sich durch besonders raffinierte technische Lösungen oder elegante Formen und verspielte Verzierungen auszeichnen. Zu bestaunen sind kostbare Uhren, Bilder und Dokumente rund um die Geschichte der Zeitmesser aus renommierten, öffentlichen und privaten Sammlungen und Museen aus dem In- und Ausland. Im Rahmen der Ausstellung wird auch das Schaffen des Trentiner Uhrmachers Bartolameo Antonio Bertolla (1702-1789) beleuchtet, der für seine reich verzierten Uhrenkreationen bekannt wurde, vor allem für die hohen Pendeluhren, die sogenannten Zimmeruhren und die Konsolenuhren mit Ziffernblatt, auf denen die Mondphasen und andere astronomischen Ereignisse angezeigt werden. Die Pendeluhren von Bartolameo Antonio Bertolla gelten als wahre Meistwerke. Eines der wohl bekanntesten Beispiele ist eine lang gezogene Kastenuhr mit kostbaren Rocaille-Verzierungen aus getriebenem Silber auf dem Ziffernblatt und dem Wappen des Fürstbischofs Cristoforo Sizzo de Noris. Bertolla entwarf, gemeinsam mit dem Pfarrer und Wissenschaftler Francesco Borghesi aus Mechel (Nonsberg - Trient), auch eine astronomische Uhr (Astrarium), die der Kaiserin Maria Theresia geschenkt worden ist und heute im Museum of History and Tecnology - Smithsonian Institution von Washington aufbewahrt wird. Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Ausstellung ist der renommierte Uhrenexperte Giuseppe Brusa. Für die Einrichtung der Ausstellung zeichnet Michelangelo Lupo verantwortlich. Das Maß der Zeit bis 6. November 2005 Castello del Buonconsiglio Via B. Clesio 5 I-38100 Trento www.buonconsiglio.it
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