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Es ist besiegelt! Siegel und Stempel als Zeichen der Macht |
| lebensspuren.museum, Wels bis 4. September 2005 Die Sonderaustellung Es ist besiegelt! erläutert anhand ausgewählter Schwerpunkte aus Geschichte und Zeitgeschichte die Bedeutung von Siegel und Stempel als Symbole der Macht. Zu den Ausstellungsstücken zählen neben Siegel- und Stempelexponaten unterfertigte Urkunden und Dokumente sowie Fotos und Abbildungen des jeweiligen Zeitgeschehens. Zum Teil noch nie gezeigte eindrucksvolle Prunksiegel geben Einblick in die reichhaltige Sammlung des lebensspuren. museums. Audiovisuelles Material ergänzt die in drei Themenbereiche gegliederte Schau. Im Jahre 2005 erinnert sich Österreich einer Vielzahl von Ereignissen, die für die Entwicklung unseres Landes Weichen stellend waren. Zwei der Ereignisse und ihr Zusammenhang mit der Beglaubigung durch Siegel und Stempel werden im ersten Teil der Ausstellung näher beleuchtet: die Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages zwischen den Alliierten Besatzungsmächten und der österreichischen Regierung am 15. Mai 1955 im Wiener Schloss Belvedere und die nunmehr zehnjährige Mitgliedschaft bei der Europäischen Union. Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich dem Thema Besiegelung von Krieg und Frieden. Abkommen zwischen Siegermächten und Besiegten erhielten stets erst durch Urkunden mit Siegel und Stempel Gewicht und Gültigkeit. Der thematische Bogen spannt sich in einem Zeitkolorit der napoleonischen Kriege und des Wiener Kongresses über die beiden Weltkriege bis hin zur Besatzungszeit 1945-55. Die Exponate des dritten Ausstellungsschwerpunktes veranschaulichen Geschichte und Formgebung der Prunk- und Herrschaftssiegel. Die überaus kunstvolle Gestaltung vieler Siegel symbolisiert den gesellschaftlichen Rang ihrer Inhaber. Frühe Beispiele für Siegel als Insignien von Machtinhabern finden sich in Form von Rollsiegel bereits in Mesopotamien (ab 4000 v. Chr.). In Europa erlangte das Siegel im Mittelalter besondere Bedeutung. Unter Maria Theresia und ihrem Sohn Joseph II. erreichte die barocke Wappen- und Siegelkunst ihren Höhepunkt. Seit dem 19. Jahrhundert verfügen auch viele großbürgerliche Familien in Europa über ihre eigenen, oft prunkvoll gestalteten Siegel. Ob am Taufschein, auf der Heiratsurkunde, am Gewerbeschein, auf Zeugnissen, am Einberufungsbefehl, am Führerschein oder auf der Promotionsurkunde: Auch im Alltag ist der Stempelabdruck omnipräsent. Anhand von Originalurkunden des 84-Jährigen Gründers des lebensspuren.museums, kann sich der Besucher ein Bild machen, wie viele Urkunden, die mit einem Stempel beglaubigt wurden, sich im Laufe eines Menschenlebens ansammeln. ES IST BESIEGELT! Siegel und Stempel als Zeichen der Macht bis 4. September 2005 Di-Fr 10-16 Uhr Sa, So, Fei 12-18 Uhr lebensspuren.museum Pollheimerstraße 4 A-4600 Wels www.lebensspuren.at
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