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Ergebnisse einer Umfrage des Kunstmagazins "State Of The Art"
Österreichs bildende Künstler zertrümmern das Image der vielbesungenen Mäzenaten.

In einer aktuellen Umfrage der Kunstzeitschrift "State of the Art" apostrophieren nicht weniger als 86 Prozent der Künstler Mäzene in Österreich als "eigentlich nicht existent". Anstatt mit freigebigen Gönnern habe man es vielmehr mit knallhart berechnenden Sponsoren zu tun, die Steuervorteile und Imagetransfer für ihre Betriebe im Auge haben und auf günstige Einkaufsmöglichkeiten aus sind. Lediglich jeder siebente meint, Mäzene spielen eine wichtige Rolle für die Chancenerhöhung der Künstler.

Noch schlechter als die Mäzene kommt nur das "Cultural Industries"-Programm von Kunststaatssekretär Franz Morak weg: Im Vergleich zu Initiativen anderer Länder sei es lachhaft, sagen 89 Prozent.

"State of the Art" fragte auch nach den "drei Ausstellungshallen mit der größten Bedeutung für die Kunstentwicklung des 21. Jahrhunderts": Am meisten vertrauen die Künstler dem Kunsthaus Bregenz, dem MUMOK und der Secession.

Dennoch denken die heimischen Kunstschaffenden weder ans Aufgeben
noch ans Wechseln in eine Dienstleister-Rolle: Praktisch 100 Prozent der Befragten sehen sich auch in der Zukunft "als KünstlerIn, die/der der Welt etwas zeigen/mitteilen will".

State Of The Art
International Art Magazine
Hugo Engelbrecht
Mail state[@]culturepress.at

Quelle: OTS, Wien, 12. Dez. 2004

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