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Stift Klosterneuburg: "Straßenkinder - Hoffnungskinder"
Fotos des Staatspreisträgers für künstlerische Fotografie Harry Weber kombiniert mit Zeichnungen ehemaliger Straßenkinder geben ein ergreifendes Zeugnis von den Leistungen Pater Georg Sporschills in Rumänien.
Im vergangenen Frühjahr war "Menschenfotograf" Harry Weber in den Kinderheimen der Aktion Concordia, die Pater Georg Sporschill mit Hilfe von zahlreichen Spendern aus Österreich errichtet hatte. 450 Kinder haben dort das gefunden, was ihnen gefehlt hat: ein schützendes Zuhause. Es sind Kleinkinder darunter und Jugendliche, Sozialwaisen, ehemals weggelegte Neugeborene und Jugendliche, die das Leben auf der Straße kennen gelernt hatten, die körperliche und seelische Gewalt erdulden mussten - bevor ihnen der österreichische Jesuitenpater die Chance auf eine Zukunft gab.

Seit dem Jahr 2000 engagiert sich das Stift Klosterneuburg mit zumindest 175.000 Euro jährlich massiv an diesen Aktivitäten. Zusätzliche Spenden sind erbeten und so konnten Pater Georg bisher mehr als 1,2 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden. Zu dieser Summe haben Schulkinder, Künstler, Firmen und die Pfarren des Stiftes beigetragen.

Pater Georgs Motto lautet: "Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt", meint Generalabt Bernhard Backovsky, der Propst des Stiftes Klosterneuburg. "Pater Georg hat mit der Hilfe der zahlreichen Spender mehr als ein Leben gerettet und ich hoffe, dass auch diese Ausstellung dazu beitragen wird, dass weitere Leben gerettet werden können." Denn: "Wenn auch das Problem der rumänischen Straßenkinder Dank dieser Aktionen und der Tätigkeit der rumänischen Regierung verblasst, geht es darum, in den Erinnerungen `unserer´ Kinder die Zeit auf der Straße verblassen zu lassen - und dafür brauchen sie noch auf Jahre hinaus unsere Hilfe", meint der Kurator der Ausstellung. "Darum stellen wir die `Hoffnung Concordia´ und die `Hoffnungskinder´ in den Vordergrund. Denn welche Zukunftschancen Pater Georg und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kindern und Jugendlichen geschaffen haben, grenzt an ein Wunder."

Gleichzeitig konnte das Stift Klosterneuburg ökumenische Kontakte mit rumänisch-orthodoxen Klöstern knüpfen. Auch diese werden im Rahmen dieses Rumänienschwerpunktes präsentiert: Das rumänische Nationalheiligtum Kloster Sambata mit seiner Ikonenwerkstatt und das Nonnenkloster von Tiganesti, das für die Produktion von Brokatstoffen bekannt ist. Der Erlös der Begleitbroschüre ist zur Gänze dem Sozialprojekt "Ein Zuhause für Straßenkinder" gewidmet. Die Ausstellung über die beiden Klöster Tiganest und Sambata ist im Rahmen einer Museumsbesichtigung im gleichen Zeitraum möglich.

Straßenkinder - Hoffnungskinder: Fotoausstellung auf der Kaiserstiege des Stiftes Klosterneuburg
bis 15. November 2004
Eintritt frei!

Stift Klosterneuburg
Stiftsplatz 1
A-3400 Klosterneuburg
tgl. außer Mo. 10-17 Uhr
www.stift-klosterneuburg.at




Abb.: "Seifenblasen" - Marcel und Mikai aus dem Heim Ignatius in Bukarest: zwei „Hoffnungskinder“. (© Stift Klosterneuburg, Dr. Peter Schubert)
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